Herz-Jesu-Fest?

Seit wann gibt es das Herz-Jesu-Fest und was ist sein Inhalt?    E. U.

Die Herz-Jesu-Frömmigkeit entstand im Mittelalter, das von einer Leidens- und Passionsfrömmigkeit geprägt war. Im Jahr 1672 wurde erstmals in der Oratorianer-Kongregation ein Herz-Jesu-Fest eingeführt. Etwa zeitgleiche Bemühungen um seine allgemeine Einführung am Freitag nach Fronleichnam fruchteten erst im Jahr 1765, als Rom das Herz-Jesu-Fest für Polen und die römische Herz-Jesu-Erzbruderschaft genehmigte. Gesamtkirchlich wurde es dann im Jahr 1856 eingeführt. Bei der Kalenderreform nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil blieb das Hochfest „Heiligstes Herz Jesu“ auf dem dritten Freitag nach Pfingsten (dem zweiten Freitag nach Fronleichnam).
Ebenfalls im Mittelalter wurde einzelnen Wochentagen ein bestimmter heilsgeschichtlicher Aspekt zugeordnet. Für den Freitag ergab sich der Tod Jesu vom Karfreitag her. Auch das Messbuch nach dem Konzil von Trient (1570) hatte dem Freitag liturgisch die Messe vom Kreuz bzw. Leiden Jesu zugeordnet, sodass beides bis zum erneuerten Messbuch (1970) fest verbunden blieb.
Inhalt des Festes ist die im Bild des Herzens symbolisierte Liebe des Gekreuzigten, dem Quell des Heils (vgl. die Präfation in Bezug auf Joh 19,34), und - nach biblischem Verständnis von „Herz“ als Gesamtheit von Leib und Seele einer Person - die Verehrung der ganzen Person Jesus Christus, der zugleich ganz Mensch und ganz Gott ist.

Christoph Neuert, Trier

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