Bilder guter Praxis
Eine Pferdewallfahrt auf grüner Wiese bei strahlendem Sonnenschein: Nacheinander schreiten Pferde samt Reiter am feierlich von Messdienern und Weihrauch begleiteten Pfarrer vorbei und erhalten von ihm den Segen. Ein Ritus, der aussagt, dass Tiere mehr sind als Last- und Nutztiere: nämlich treue Begleiter und Partner in Freizeit und Beruf. Ein Ritus, der auch zeigt, dass sich die Liebe Gottes in vielen Gestalten offenbart, vor allem in den Mitgeschöpfen: „Der Schöpfer behüte euch und segne euch. Amen."
Foto: W. Teichert, Meiningen
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Wären Sie so freundlich, mir mitzuteilen, warum das Ewige Licht neben dem Tabernakel oft rot ist? Gibt es vielleicht eine allgemein gültige liturgische „Vorschrift" für diese Farbe? P.H.
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Ich meine
Liebe Leserinnen und Leser,
jeder von uns hat schon als Kind gelernt und weiß, dass es im täglichen Umgang miteinander bestimmte Verhaltensweisen gibt, die selbstverständlich sein sollten und einfach zum guten Ton gehören. Überall dort, wo Menschen zusammentreffen, entlasten solche stillen Übereinkünfte den Einzelnen. So muss man nicht ständig neu überlegen und entscheiden, wie man sich denn in einer bestimmten Situation verhalten soll. Konventionen geben Sicherheit und schaffen eine für den jeweiligen Anlass angemessene und angenehme Atmosphäre. Nicht umsonst erfreut sich der „Knigge" wieder einer steigenden Beliebtheit.
Verhaltensregeln gibt es auch in der Liturgie. Diese betreffen sowohl jene, die Gottesdienste vorbereiten und gestalten, als auch jene, die mitfeiern. Der neue Beitrag "Damit unser Gottesdienst lebt" ruft 14 dieser „liturgischen Grundhaltungen" in Erinnerung und möchte dazu beitragen, dass ein Gottesdienst lebendig ist und für alle eine Bereicherung darstellt. So sollte man beispielsweise nicht zu spät zum Gottesdienst kommen und den Banknachbarn mit einer kurzen Begrüßung würdigen. Für einen Christen doch eigentlich selbstverständlich, oder? Es lohnt sich, im Liturgieausschuss - und warum auch nicht mal bei einer Pfarrgemeinderatssitzung? - regelmäßig eine oder auch mehrere der Regeln dieses „Liturgie-Knigge" zu diskutieren und zu überlegen, ob und wie diese in den eigenen Gottesdiensten zum Tragen kommen oder gefördert werden können, meint
Ihr
Manuel Uder